Berliner Konzert Chor

Gedenken an die Vernichtung von Coventry vor 80 Jahren

Benjamin Britten (1913–1976)

1. Abonnementkonzert 2020/21
Mittwoch, 7. Oktober 2020 um 20:00 Uhr
Philharmonie, großer Saal

Deutsche Bombenflugzeuge hatten 1940 die mittelenglische Stadt Coventry in Trümmer gelegt. Dabei wurde auch die Kathedrale zerstört. Nach dem Krieg ließ man die Ruine als Mahnmal stehen und erbaute direkt daneben eine neue Kathedrale. Für deren Weihung 1962 schuf der Komponist Benjamin Britten im Auftrag sein War Requiem. Er benutzte dafür den lateinischen Text einer Totenmesse. Darüber hinaus schob er zwischen deren Teile Gedichte des englischen Dichters Wilfred Owen (1893–1918), der kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges gefallen war. Owen war angesichts der Schrecken dieses Krieges zum Pazifisten geworden. Er war
der Überzeugung, dass die einfachen Soldaten, die sich im Krieg gegenüberstehen, um sich zu töten, keineswegs ihre eigene Sache verfechten. Sie sind einander nicht feind und im Tod schließlich vereint. Der Gedanke der Versöhnung und die Warnung vor Kriegen wurde zum zentralen Anliegen dieses Requiems. Konzept und Ausführung stimmen in diesem Werk so ideal überein, dass ihm seit seiner Uraufführung in Coventry überall ein bleibender Erfolg sicher ist. Der Berliner Konzert Chor widmet sich gern dem Anliegen des Werkes. Dem soll auch der gemeinsame Auftritt mit den „Embassy Singers“, dem Chor der britischen Botschaft in Berlin, dienen.  

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